Bedeutung
Der Begriff Haptik kommt aus dem Griechischen. Er bedeutet „fühlbar“. Der Duden erklärt den Begriff unter anderem so: „den Tastsinn, das Tasten betreffend“. Diese Bedeutung kommt aus der Medizin und der Psychologie.
Entwicklung
Dr. Riita Lahtinen und Russ Palmer haben als erste Forscher die sozialhaptische Kommunikation erforscht. Sie haben die sozialhaptische Kommunikation mit entwickelt. Die beiden arbeiten schon seit über 25 Jahren in diesem Bereich. Sie haben die Grundlagen für die sozialhaptische Kommunikation gelegt. In den skandinavischen Ländern ist Taubblindheit schon lange als eigenständige Behinderung anerkannt. Es gibt seitdem auch international mehr Forschung zur sozialhaptischen Kommunikation.
Man braucht Zeit und Geduld um sozialhaptische Kommunikation zu lernen. Sozialhaptische Kommunikation ist aber bis jetzt keine eigene Sprache wie Lautsprache oder Gebärdensprache. Man verwendet deshalb die sozialhaptische Kommunikation immer zusammen mit anderen Kommunikationsformen.
Ausführungsorte
Es gibt internationale Richtlinien für die Ausführung von sozialhaptischen Zeichen. In den Richtlinien steht: Die Zeichen werden in neutralen Zonen am Körper der taubblinden Person ausgeführt. Neutrale Zonen sind: Rücken, Arm, Handgelenk, innere und äußere Handfläche und der obere Bereich am Knie. Man darf alle anderen Bereiche nicht verwenden.
Die Gesprächspartner*innen sollen sich vor dem Gespräch auf die Ausführungsorte einigen. Alle sollen sich an diese Abmachungen halten. Das ist wichtig.
Vorteile sozialhaptischer Kommunikation
- Ein/e Gesprächspartner*in kann der taubblinden Person unauffällig Informationen geben.
- Ein/e Gesprächspartner*in kann der taubblinden Person auf dem Rücken eine Beschreibung von der Umgebung geben.
- Taubblinde Personen können Informationen bekommen. Sie können dabei Hände und Arme ausruhen.
- Sozialhaptische Kommunikation funktioniert im Sitzen und im Stehen.